Allianz gegen den Iran - Der Feind meines Feindes mein Freund?

 

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In dieser Folge sprechen wir mit Staatssekretärin a.D. Kerstin Müller, Expertin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), und mit Dr. Ali Fathollah-Nejad, Iran-Experte am Center for Middle East and Global Order (CMEG).

Die Abraham Accords sind Teil einer regionalen Neuordnung. Ein Symptom sich der sich ändernden Kräfteverhältnisse zwischen den Weltmächten. Nachdem sich die USA aus der Region zurückziehen, ringen die Regionalmächte um die Vorherrschaft.

Dabei fällt ein Land insbesondere auf: die Islamische Republik Iran. Der Iran ist eine revisionistische Macht, die unzufrieden mit der bisherigen Weltordnung ist. An allen Konflikten in der Region ist der Iran direkt, indirekt und oft sogar ursächlich beteiligt.

Und ob es um die Raketenangriffe des Iran auf Israel geht, die Huthi Angriffe auf die globale Schifffahrt, die Hamas oder gerade aktuell die Aktivitäten der Hizbullah im Libanon: der Iran spielt eine destabilisierende Schlüsselrolle.

Damit sind die Abraham Accords auch als Schulterschluss gegen den Iran zu verstehen. Saudi Arabien allein ist nicht stark genug und sucht das Bündnis mit seinen Nachbarn - auch mit Israel.

Und gerade jetzt besteht die Gefahr, dass ein weiterer Konflikt mit einem Proxy des Iran, der Hizbullah im Libanon, ausbricht.

Nach den Präsidentschaftswahlen wollen wir uns daher die Rolle des Iran näher ansehen.
Wir sprechen mit Kerstin Müller, Expertin für Nahost und Krisenprävention. Seit April 2019 ist sie Senior Associate Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), mit dem Schwerpunkt auf israelisch-palästinensischen Konflikt und die deutsch-israelischen Beziehungen. Kerstin Müller leitete von 2013 bis 2018 das Büro der Heinrich Böll Stiftung in Tel Aviv. Sie war 19 Jahre für Bündnis90/Die Grünen im Bundestag und von 2002 – 2005 Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

Und wir sprechen mit dem Iran-Experten Dr. Ali Fathollah-Nejad. Seine Schwerpunkte der Forschung liegen in westlischer Außenpolitik und der post-unipolaren Weltordnung. Er ist Gründer des Center for Middle East and Global Order (CMEG) in Berlin und leistet Debattenbeiträge und Informationsvermittlung uim akademischen Feld und als Kommentator in den Medien. Im Oktober kommt sein Buch raus: IRAN, Wie der Westen seine Werte und Interessen verrät.

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